Im Fall einer toten Hündin auf der Rossendale-Promenade in Bocholt hat die Kriminalpolizei die Halterin ausfindig gemacht. Hinweise auf Tierquälerei ergaben sich nach dem Stand vom 3. Februar 2009 nicht.
Die Ermittler hatten eine 38-jährige Bocholterin im Verdacht, suchten mehrere mögliche Aufenthaltsorte ab und trafen sie an einem davon an. Die Frau gab an, sie habe nach den Berichten über den Fall mit einer Vertrauensperson gesprochen und beschlossen, sich bei der Polizei zu melden.
In der Vernehmung schilderte sie, die Hündin sei seit einigen Tagen krank gewesen, deshalb habe sie sie zum Tierarzt bringen wollen. Mit dem Fahrrad sei sie nicht unterwegs gewesen, gezogen habe sie das Tier aber. Als die Hündin zusammenbrach, sei sie zur Praxis gegenüber dem Berliner Platz gelaufen, während zwei Männer bei dem Tier blieben. Die Praxis war geschlossen. Nach rund zehn Minuten zurück, habe sie erfahren, dass die Hündin tot sei. In Panik sei sie gegangen, nachdem zwei Männer zugesagt hätten, sich um das Tier zu kümmern.
Das Kreisveterinäramt nannte einen Kreislaufkollaps als Todesursache. Die Hündin war nicht unterernährt, Anzeichen von Verwahrlosung fanden sich nicht. Sie hatte einige Wochen zuvor Welpen bekommen, zwei davon lebten laut der Frau in ihrer Wohnung. Das Amt wollte prüfen, ob die Jungtiere dort bleiben können. Die Kripo suchte weiter Zeugen, vor allem die Männer, mit denen die Halterin gesprochen hatte.
Kurzfassung der Meldung vom 03.02.2009
